Gesundheitliche Chancengleichheit

In der Schweiz haben Personen mit wenig Bildung und niedrigem Einkommen eine deutlich geringere Lebenserwartung. Zudem sind sie häufiger gesundheitlich beeinträchtigt. Gesundheitliche Chancengleichheit bedeutet, dass alle die gleichen Möglichkeiten haben, ihre Gesundheit zu entwickeln, zu erhalten und falls nötig wiederherzustellen.

Abstract Gesundheitliche Chancengleichheit

Armut / Soziale Benachteiligung

Armut kann krank machen. Umgekehrt kann Krankheit auch zu Armut führen. Die Ursachen für Armut und soziale Benachteiligung sind vielfältig. Unbestritten sind jedoch Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen.

Gut zu wissen:

  • Erkrankungen können zu Arbeitslosigkeit führen und die Stellensuche erschweren. Die Gefahr ist gross, dass Betroffene von Sozialhilfe abhängig werden.
  • Schlechte Arbeits- oder Wohnverhältnisse, Verschuldung und andauernde Arbeitslosigkeit gefährden die psychische und physische Gesundheit.
  • Kinder aus sozial benachteiligten Familien entwickeln sich oft schlechter Vorschulische Unterstützungs- und Betreuungsangebote erhöhen die Chancengleichheit beim Schuleintritt massgeblich.
  • Armut und soziale Benachteiligung gehen oft einher mit geringerer Gesundheitskompetenz. Bei dieser Fähigkeit geht es darum, mit Entscheidungen im täglichen Leben die eigene Gesundheit positiv zu beeinflussen. Die einfach verständlichen Gesundheitsinformationen auf migesplus in bis zu 56 Sprachen fördern die Gesundheitskompetenz.

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